death by zero exhibition

die ausstellung zum gleichnamigen fotobuch und der bilderserie wurde wie zuvor bereits einige veranstaltungen, im inneren des lost & distorted stores ausgetragen. der november erschien mit seiner nass-kalten und von feiertäglicher trauerstimmung, ein geeigneter zeitpunkt, das projekt zu realisieren. dafür würde er erde, eine fackel, stacheldraht, gestreiften stoff und zaunpfähle brauchen.
ausserdem sollten die fotografien auf holz gezogen und die texte auf glasscheiben, den raum bestücken. in einem, kommt es als eine mischung dem betreten einer gedenkstätte oder eines museumsbesuchs daher. begleitet von klängen aus dem amerikanischen film »schindlers liste«. das licht gedämmt und die fackel flackerte bewegliche momente in die bilder, die aufgereiht die wand bestückten. darunter sowie auf der gegenüberliegenden seite platzierte nikolai die glasscheiben mit der angedachten lyrik. sie erzählt von den eindrücken des fotografen, der den geschichtsträchtigen ort »auschwitz« aufsuchte und diese mittels installation zum ausdruck kommen sollten. »station z« war die bezeichnung der nazis für den abschnitt eines jeden lagers, dem über gaskammern oder andere mittel, systematisch millionen menschen zum opfer fielen. abgeschottet vom übrigen lager, symbolisierte der buchstabe »z« das ende. die ausstellung ging über 4 wochen. während der öffnungszeiten
geöffnet war auch im vorgelagerten store eine gewisse bedrücktheit zu spüren, die von der ausstellung ausging, ohne aber direkt einfluss auf geschehnisse zu nehmen. es war die realisierung der realität selbst, mit der man konfrontiert wurde. so mancher besucher fragte nach dem warum zur entscheidung einer weiteren gegenüberstellung mit der tagein-tagaus einhergehenden konfrontation mit dem nationalsozialismus. und ein stückweit haben sie recht. aber vielleicht ging es dem fotografen gar nicht so sehr um den nationalsozialismus. es hätte auch wer oder was anderes sein können. wieder war es die aussagekraft, das stimmungsfeld, die atmosphäre und der transport von gefühlen des moments ohne ihn als besucher direkt erlebt zu haben. nikolai wollte eine geschichte erzählen. seine geschichte. in auschwitz.

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