Faulenberg Kaserne

errichtet wurde die kaserne von 1876 bis 1879 als neue artillerie-kaserne in der damaligen faulenbergstraße (heute nürnberger straße) nahe der bahnlinie würzburg-bamberg mit eigenem bahnhof »artilleriekaserne« (später haltepunkt würzburg-heimgarten). das »fourage-magazin« (fürs pferdefutter) und die »regimentskanzlei« befanden sich in der faulenbergstraße 13. erweiterungen erfuhr die kaserne in den jahren 1884, 1887, 1891 und 1894. ein teil der bauten diente auch den zwecken des 11. königlich-bayerische infanterie-regiment seit seiner im jahr 1901 erfolgten gründung bis zur fertigstellung seiner eigenen, in der ysenburgstraße 1, 3 und 5 gelegenen kaserne 1909. sie bestand bis 1919 für das 2. königlich-bayerische feldartillerie-regiment. nach dem ersten weltkrieg wurde die kaserne bis 1939 von der ordnungspolizei und später von maschinengewehr- und nachrichtentruppen genutzt.

zum ende des zweiten weltkriegs 1945 rückten us-streitkräfte ein und unterhielten dort anfangs verwaltung und logistik. es war dann der standort der »facilitiy engineers« und der us-oberst, höchster chef für die zivil-und personalangelegenheiten der us military community würzburg, residierte dort.

im sommer 2007 verließen die letzten amerikaner das areal und übergaben es ende september 2007 dem bund. seitdem ist die bundesanstalt für immobilienaufgaben (bima) für die weitere planung und verwendung der fläche zuständig. am 16. juli 2008 wurde beschlossen das areal in die förderung als integriertes stadtteilentwicklungskonzept (isek) aufzunehmen. das areal ist infrastrukturell gut angebunden und umfasst eine fläche von circa 12,5 hektar.
die stadt hat 2009 am randbereich der kaserne mit der matthias-thoma-straße eine neue verbindungsstraße zwischen der nürnberger straße und der aumühlstraße geschaffen. teile des geländes hat die bima als lagerräume an firmen zwischenvermietet.
ein 2011 vorgelegter masterplan sieht vor das gelände dichter zu bebauen und größtenteils als gewerbefläche nutzbar zu machen. außerdem soll die verkehrsanbindung verbessert werden und eine kleine grünanlage geschaffen werden.

in meiner kindheit war das militär durch die amerikanischen truppen, die in würzburg und umkreis zahlreich vertreten waren, allgegenwärtig. das deutsch-amerikanische freundschaftsfest im mai eines jeden jahres, etwas ganz besonderes. auch mein interesse an militärgeschichte und vielem sonst, was mit dem militär zu tun hat, wies hier schon deutliche spuren auf. als die fotografie ein fester bestandteil meiner freizeit wurde, begann ich, mehr und mehr geheimnisvolle und verlassene orte aufzusuchen und für mich zu dokumentieren. wenn dann auch noch militärische einrichtungen vor der nase lagen, die teil meines lebens waren, gab es kein halten mehr.

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