village without people

westlich, ca 18 kilometer vom historischen olympiagelände berlins gelegen, befindet sich das ehemalige olympische dorf der 11. sommerspiele der neuzeit. korrekterweise müssen wir hier sagen, was davon noch übrig ist. denn nach dem krieg nutzten die sowjetischen streitkräfte das areal, und bauten zusätzlich siedlungen für ihre familien angrenzend an das gelände, die heute verwahrloste ruinen verlassener osteuropäischer städte abgeben. weiter sind kasernenabschnitte aus dem 1. weltkrieg in unmittelbarer nähe. zuvor unterhielt hier das preussische militär einen truppenübungsplatz und kasernen. überhaupt ist die ganze region zu zeiten des nationalsozialismus (unterbrochen durch die spiele) eine einzige riesige kaserne mit flugplatz und und und. inzwischen sind die kasernen vergangenheit und größtenteils durch neue siedlungen oder wiedergewinnung naturbelassener landschaften ersetzt worden. der übrige teil steht entweder wie im falle des olympischen dorfes unter denkmalschutz, oder ist verlassen und verwahrlost vor sich hin.
wie bei so vielen orten der damaligen zeit, wird mal mehr, mal weniger für den erhalt getan. der blick auf die karte, wie groß dieses dorf einst war und was jetzt noch davon übrig ist, schmälert ein wenig den gesamteindruck beim durchforsten des geländes. trotzdem bleibt vieles hängen. der strukturierte aufbau läßt deutlich militärische züge erkennen. der übersicht tat das keinen abbruch. den architekten lag seinerzeit bereits die weiternutzung des areals hinsichtlich künftiger militärischen eingliederung vor augen. bei geschlossenen augen höre ich athleten beim trainieren. sie treffen sich im großen speisesaal oder nehmen eine auszeit in der sauna. ein ort der ruhe und geselligkeit. ein ort der entspannung und unterhaltung. der einstige eingangsbereich steht nicht mehr und viele der unterkünfte sprechen nur noch als fundament. im hinteren teil des dorfes blieben mit einigen baracken, der schwimmhalle, dem trainingsplatz und der turnhalle deutlichere zeugen erhalten. das speisehaus der nationen und das heute etwas abgelegene hindenburghaus verweilen ebenfalls im gedächtnis.

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