arctic hawaii

das jahr 2018 stand ganz im zeichen der skandinavischen flagge. während zahlreiche vorhaben nach schweden, dänemark und norwegen führten, war der oktober gekennzeichnet von einer reise zum mittelpunkt der erde. nach island. der titel »arctic hawaii« ist keinesfalls aus der luft gegriffen. mal von den temperaturen und tropischer vegetation abgesehen, sind die parallelen der ursprünglichkeit unverkennbar miteinander verknüpft. ein ums andere mal begleitet einen sogar der eindruck, sich zwischenzeitlich auf dem mond oder gar dem mars zu befinden. karge lavalandschaften ohne baum und vertrautem vogelgesang. eisenhaltiges gestein in rote farbe gehüllt. die weite, die leere. rauhe winde, klare luft. unbehandelte wege durch das landesinnere und einsame pfade durch klamm und schluchten aus basalt. wandernde gletscher, die knirschend sich in lagunen auf den weg hinaus aufs meer begeben und schneebedeckte gipfel am horizont, die von demut sprechen. ein abenteuer, dass beinahe mit dem tod durch ertrinken endete, erfasste lediglich die ausrüstung. in einem der zahlreichen geothermalbäder, durch wärme direkt aus dem erdinneren gespeist, erholt sich der geist über den körper. doch was in unerreichbarer ferne liegt, kann auch die reise ins innere nicht vollends ersetzen. ich vermisse dich. dich, die ich liebe nenne.

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